Schlaganfall

Der Schlaganfall ist neben Herzinfarkten und Krebserkrankungen in Deutschland die dritthäufigste Todesursache. Bei etwa 5 von 6 Schlaganfällen handelt es sich um eine Unterbrechung der Blutzufuhr zu einzelnen Teilen des Gehirn durch ein Glutgerinnsel (ischämischer Schlaganfall). Der Rest wird durch Blutungen im Gehirn verursacht (hämorrhagischer Schlaganfall) Der akute Schlaganfall ist meist durch eine innerhalb weniger Minuten auftretende Lähmung, Sprachstörung, Sehstörung, Gefühls- oder Gleichgewichtsstörung gekennzeichnet und erfordert auch im Zweifelsfall immer einen sofortigen Notruf der Feuerwehr. In den letzten Jahren wurden in Neurologischen Kliniken sehr erfolgreiche Verfahren etabliert, mit denen ein Blutgerinnsel im Gehirn aufgelöst werden kann. Dies gelingt um so besser, je kürzer die Zeit vom Beginn der Beschwerden ist. Dabei kommt es auf jede Minute an!

In der ambulanten Praxis wird dagegen der Schwerpunkt auf die Vorbeugung von Schlaganfällen gelegt. Dabei spielen neben Alter, Geschlecht und genetischen Faktoren auch viele beeinflussbare Faktoren ein Rolle. Viele Schlaganfälle lassen sich durch eine frühzeitige Detektion dieser Risikofaktoren verhindern (Primärprävention). Hierzu zählen die optimale Einstellung eines erhöhten Blutdrucks, des Cholesterin-Werts und des Blutzuckers. Nachweislich vor Schlaganfällen schützen ferner eine ausgewogene Ernährung und ausreichend körperliche Bewegung. Von apparativer Seite kann neben Blutuntersuchungen vor allem eine ausführliche Ultraschall-Untersuchung der hirnzuführenden Schlagadern und der Gefäße im Gehirn selbst Auskunft über das Schlaganfallrisiko geben. Alle genannten Faktoren sollten in eine individuelle Risikobewertung einfliessen und werden mit dem Patienten vor dem Hintergrund seiner Lebenssituation ausführlich besprochen.

Nach einem bereits eingetretenen Schlaganfall ergänzen können sich Betroffene häufig vor einem erneuten Ereignis schützen (Sekundärprävention). Wir bieten in unserer Praxis mit modernster Ultraschalltechnik die Möglichkeit zur umfangreichen Gefäßdiagnostik und ergänzen ggf. fehlende Untersuchungen. Ferner müssen diese häufig nach einigen Monaten ambulant wiederholt werden.

Bei fortbestehenden Beschwerden steht die weitere Rehabilitation in einem Netzwerk aus Hausarzt, Neurologe und den anderen Therapeuten im Vordergrund. Von neurologischer Seite sind häufig Medikamente zur Besserung einzelner Symptome wirksam. Dazu zählt bei der Spastik insbesondere die lokale Injektion von Botulinumtoxin in die betroffenen Muskeln. Häufig ergeben sich auch vielfältige sozialrechtliche und finanzielle Fragen.

Auch hierbei stehen wir als Ansprechpartner selbstverständlich zur Verfügung.

Öffnungszeiten So finden Sie uns

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    und nach Vereinbarung
  • Zentrum für Neurologie
    Berlin Charlottenburg
    Fasanenstr. 5
    10623 Berlin

Unsere Leistungen

Umfassende und spezialisierte Diagnostik und Therapie:

  • Die neurologische Elektrophysiologie erfolgt inklusive der Möglichkeit zur Polygraphie und Tremoranalyse. Zur Messung der evozierten Potenziale (AEP, SEP, VEP) gehört auch die Magnetstimulation.
  • Die Elektroenzephalographie umfasst eine Video-EEG-Aufzeichnung und ggf. Zusatzelektroden und sowie Langzeit-Ableitungen.
  • Die Gefäß-Ultraschalldiagnostik erlaubt gegebenenfalls eine Embolie-Detektion und Messungen der Reservekapazität. Der Nervenultraschall zur Darstellung peripherer Nerven erfolgt mit einer modernen 18-Hertz-Sonde.
  • Im Infusionsbereich werden alle üblichen intravenösen Therapien zur Behandlung der Multiplen Sklerose wie auch die in der Neurologie üblichen Chemotherapie-Medikamente verabreicht.