Restless-Legs-Syndrom

Beim Restless-Legs-Syndrom (RLS) handelt es sich um das sog. Syndrom der unruhigen Beine.

Die Betroffenen klagen über unangenehmes Kribbeln, ziehende Missempfindungen und auch Schmerzen im Bereich der Beine, seltener auch der Arme. Die Beschwerden treten zu Anfang typischerweise in Ruhephasen und abends betont auf. Häufig wird dadurch insbesondere das Einschlafen stark erschwert. Sie verschwinden in der Regel sofort, wenn der Betroffene aufsteht und sich bewegt. Manche Patienten leiden aufgrund der Symptome unter ausgeprägtem Schlafstörungen, andere suchen zunächst ärztlichen Rat aufgrund der wahrgenommenen Schmerzen. Schließlich treten die Beschwerden auch zu anderen Zeitpunkten am Tage (z.B. bei längeren Wartezeiten im Sitzen, beim Theater- oder Kinobesuch, bei längeren Autofahrten, beim abendliches Sitzen vor dem Fernseher) auf.

Die Ursache der Erkrankung ist bis heute nicht geklärt. Es wird eine Störung im Zusammenspiel verschiedene Überträgerstoffe zwischen den Nervenzellen im Gehirn angenommen. Eine Rolle spielt der Transmitter Dopamin, beteiligt sind jedoch auch andere Systeme (u.a. endogene Opioide). Auch der Eisenstoffwechsel spielt eine Rolle. Neben einem so genannten idiopathische (primären) RLS gibt es symptomatische (sekundäre) Formen. Es muss also nach weiteren Krankheiten wie Polyneuropathie, Niereninsuffizienz, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Eisenmangel u.a. gesucht werden.

Die Erkrankung ist zunächst sorgfältig zu diagnostizieren. Es gibt sowohl viele unerkannte Patienten, als auch vermeintliche RLS-Patienten mit eigentlich anderen Ursachen ihrer Beschwerden. Die Therapie ist im Falle eines tatsächlichen RLS zunächst sehr erfolgreich mit so genannten Termine Dopaminergika (Dopamin-Ersatzstoffen) durchführbar. Der Patient spürt eine Linderung seiner Beschwerden meist bereits nach wenigen Tagen der Einnahme einer Tablette. Die Therapie wird dann langfristig fortgeführt. Zu achten ist jedoch insbesondere darauf, die Dosis des Medikamentes immer möglichst niedrig zu halten.

Mögliche Komplikationen im Verlaufe der Erkrankung sollten von ein in der Behandlung des RLS erfahrenen Neurologen mit dem Patienten gemeinsam besprochen werden. Wir arbeiten eng mit der Selbsthilfe Berlin zusammen und führen einmal jährlich gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen durch. Ebenfalls enge Kontakte bestehen zum Schlaflabor der Charité, wo die Diagnose in Zweifelsfällen weiter geklärt werden kann. Hier zu erfolgen spezifische Untersuchungen im Schlaf, um typische Befunde (beispielsweise so sog. ‚periodische Beinbewegungen im Schlaf; PMLS)’ zu erfassen oder andere Ursachen für die Schlafstörungen auszuschließen.

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  • Zentrum für Neurologie
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Unsere Leistungen

Umfassende und spezialisierte Diagnostik und Therapie:

  • Die neurologische Elektrophysiologie erfolgt inklusive der Möglichkeit zur Polygraphie und Tremoranalyse. Zur Messung der evozierten Potenziale (AEP, SEP, VEP) gehört auch die Magnetstimulation.
  • Die Elektroenzephalographie umfasst eine Video-EEG-Aufzeichnung und ggf. Zusatzelektroden und sowie Langzeit-Ableitungen.
  • Die Gefäß-Ultraschalldiagnostik erlaubt gegebenenfalls eine Embolie-Detektion und Messungen der Reservekapazität. Der Nervenultraschall zur Darstellung peripherer Nerven erfolgt mit einer modernen 18-Hertz-Sonde.
  • Im Infusionsbereich werden alle üblichen intravenösen Therapien zur Behandlung der Multiplen Sklerose wie auch die in der Neurologie üblichen Chemotherapie-Medikamente verabreicht.