Parkinson-Erkrankung

Bei der Parkinson-Erkrankung kommt es zu einem vorzeitigen Funktionsverlust einzelner Nervenzellregionen im Gehirn. Daraus resultiert ein Mangel an Überträgerstoffen (u.a. Dopamin) zwischen diesen Nervenzellen. Die anfänglichen Beschwerden können eine leichte Minderbewegung, Ungelenkigkeit oder Steifigkeit von Armen oder Beinen sein. Ferner können ein Ruhezittern der Hände, eine verminderte Mimik sowie eine Gangunsicherheit mit vorschneller Ermüdung auftreten. Die Beschwerden sind meist auf einer Körperseite betont. Weitere Symptome sind möglich.

Durch eine ausführliche neurologische Untersuchung kann die Diagnose häufig bereits vermutet werden. Einen einzelnen Test zur Sicherung der Diagnose gibt es nicht. Daher erfolgt im Anschluss meist eine vorübergehende Behandlung mit einem Medikament, das das im Gehirn fehlende Dopamin ersetzt. Durch die häufig sehr eindrückliche Besserung ist die Diagnose bestätigt. In Zweifelsfällen erfolgen weitere Untersuchungen (z.B. MRT oder PET des Gehirns).

Durch die heutigen Behandlungsmöglichkeiten ist bei einem Großteil der Patienten in den ersten Jahren eine weitgehende Rückbildung der Symptome möglich. Dies erfordert regelmässige Kontrollen und Anpassungen der Medikation durch in der Parkinson-Behandlung erfahrene Neurologen. Häufig müssen verschiedene Medikamente kombiniert werden, um eine individuell optimale Einstellung zu erreichen.

Nach mehrjähriger Erkrankung kommen heutzutage weitere Therapieoptionen in Betracht. Hierzu zählen die Tiefenhirnstimulation (Implantation von feinen Elektroden im Gehirn), Pen-Verfahren sowie Pumpen-Therapien, die alle individuell und fortlaufend verändert eingestellt werden. Hierbei spielen enge Abstimmungen mit weiteren Therapeuten (Physiotherapie; Logopädie) eine große Rolle. Ebenso entscheidend ist die psychosoziale Begleitung des Patienten und der Angehörigen sowie die Beratung hinsichtlich Fragen rund um Beruf, Fahrtauglichkeit, Schwerbehinderung etc.

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  • Zentrum für Neurologie
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Unsere Leistungen

Umfassende und spezialisierte Diagnostik und Therapie:

  • Die neurologische Elektrophysiologie erfolgt inklusive der Möglichkeit zur Polygraphie und Tremoranalyse. Zur Messung der evozierten Potenziale (AEP, SEP, VEP) gehört auch die Magnetstimulation.
  • Die Elektroenzephalographie umfasst eine Video-EEG-Aufzeichnung und ggf. Zusatzelektroden und sowie Langzeit-Ableitungen.
  • Die Gefäß-Ultraschalldiagnostik erlaubt gegebenenfalls eine Embolie-Detektion und Messungen der Reservekapazität. Der Nervenultraschall zur Darstellung peripherer Nerven erfolgt mit einer modernen 18-Hertz-Sonde.
  • Im Infusionsbereich werden alle üblichen intravenösen Therapien zur Behandlung der Multiplen Sklerose wie auch die in der Neurologie üblichen Chemotherapie-Medikamente verabreicht.