Demenz/ Gedächtnisstörungen

Unter einer Demenz versteht man eine Abnahme der normalen Hirnleistung im Hinblick auf die kognitiven Fähigkeiten des Menschen. Hierzu gehören Gedächtnis, Sprache, Orientierung, Konzentration, Erkennen und Wahrnehmen sowie kritische Urteils- und Entscheidungsfähigkeit. Häufig haben Demenzen eine so genannte neurodegenerative Ursache. Dabei handelt es sich um eine vorzeitige Alterungsprozess der Gehirnzellen, ohne dass die Ursachen im Detail bekannt sind. Im Verlauf der Erkrankung kommen oft weitere Symptome wie Bewegungsstörungen oder psychische Veränderungen hinzu. Neben neurodegenerativen Ursachen können aber auch chronische Durchblutungsstörungen, entzündliche Veränderungen der Gehirn oder Störungen der Hirnwasser-Zirkulation (Hydrozephalus) zu einer Demenz führen, so dass diese unbedingt erkannt und wenn möglich behandelt werden müssen.

Viele Menschen klagen über vermehrte Vergesslichkeit und befürchten, an einer Demenz zu erkranken. Dies sollte, wenn die Beschwerden über mehrere Wochen fortbestehen und auch anderen Personen auffallen, eine neurologische Abklärung erfahren. Dabei erfolgt zunächst eine ausführliche Befragung des Betroffenen und möglichst auch eines Angehörigen oder Freundes, sowie eine detaillierte körperliche Untersuchung. Dann werden die subjektiven Einschränkungen durch objektive Testverfahren (standardisierte Aufgaben anhand eines Fragebogens oder Computerprogrammes von ca. 10-30 Minuten Dauer) überprüft. Blutuntersuchungen, eine Ultraschall-Diagnostik der Hirngefäße, ggf. ein EEG sowie eine gezielte Bildgebung des Gehirnes (Kernspintomographie/Computertomographie) sind ebenfalls sinnvoll in der Diagnostik.

Häufig ergibt sich am Ende der Untersuchung, dass keine Demenz vorliegt. Der Begriff ‚mild cognitive impairment’ stellt alleine noch keine Diagnose dar und sollte zurückhaltend verwendet werden. Die Diagnose einer Demenz kann nur bei eindeutigen Defiziten und auch erst gestellt werden, wenn die Symptome mindestens ein halbes Jahr bestehen und eine Einschränkung alltagsrelevanter Funktionen vorliegt.

Beachtet werden muss, dass auch psychische Faktoren eine große Rolle bei der Ursache von Hirnleistungsstörungen spielen können und so eine Demenz vortäuschen können (sog. Pseudodemenz). Dies gilt ferner auch für manche internistische Ursachen, bspw. Schilddrüsen-Erkrankungen.

Die Behandlung richtet sich ganz nach der Ursache der Demenz. Auch neurodegenerative Demenzen können häufig zumindest in ihrem Verlauf verlangsamt werden. Daneben können bestimmte Medikamente viele begleitende Symptome wie bspw. Schlafstörungen, Unruhe oder Stimmungsschwankungen verbessern.

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Unsere Leistungen

Umfassende und spezialisierte Diagnostik und Therapie:

  • Die neurologische Elektrophysiologie erfolgt inklusive der Möglichkeit zur Polygraphie und Tremoranalyse. Zur Messung der evozierten Potenziale (AEP, SEP, VEP) gehört auch die Magnetstimulation.
  • Die Elektroenzephalographie umfasst eine Video-EEG-Aufzeichnung und ggf. Zusatzelektroden und sowie Langzeit-Ableitungen.
  • Die Gefäß-Ultraschalldiagnostik erlaubt gegebenenfalls eine Embolie-Detektion und Messungen der Reservekapazität. Der Nervenultraschall zur Darstellung peripherer Nerven erfolgt mit einer modernen 18-Hertz-Sonde.
  • Im Infusionsbereich werden alle üblichen intravenösen Therapien zur Behandlung der Multiplen Sklerose wie auch die in der Neurologie üblichen Chemotherapie-Medikamente verabreicht.