Liquor-Diagnostik

Die Untersuchung des sog. Liquors (Liquor cerebrospinalis, 'Nervenwasser') gibt Aufschluss über Entzündungen, Blutungen oder degenerative Prozesses im Bereich des Gehirns und des Rückenmarks. Aufgrund der Blut-Hirn-Schranke sind die entsprechenden Veränderungen im Blut häufig nicht erkennbar. Auch andere Untersuchungsverfahren wie die Kernspintomographie zeigen diese meist nicht an.

Der Liquor wird über eine Lumbalpunktion gewonnen. Im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule findet sich der tiefste Punkt der Hirn- und Rückenmarkshäute, in welchen sich das 'Nervenwasser' befindet. An dieser Stelle befindet sich kein Rückenmark mehr, sondern lediglich noch die untersten Nervenfasern. Es handelt sich also nicht um eine Rücken- oder Knochenmarkspunktion, wie manchmal fälschlich angenommen wird. Es wird vielmehr eine sehr dünne Nadel zwischen den Dornfortsätzen zweier Wirbelkörper eingestochen, der wasserklare Liquor tropft dann von alleine ab.

Die Untersuchung wird Ihnen ausführlich vorab erläutert, eine Einwilligungserklärung erhalten Sie mindestens 24 Stunden vorab ausgehändigt. Die Untersuchung erfolgt zumeist im Sitzen und dauert in der Regel ca. 5 Minuten. Im Anschluss sollte eine liegende Position für ca. 1 Stunde beibehalten werden.

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  • Zentrum für Neurologie
    Berlin Charlottenburg
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Unsere Leistungen

Umfassende und spezialisierte Diagnostik und Therapie:

  • Die neurologische Elektrophysiologie erfolgt inklusive der Möglichkeit zur Polygraphie und Tremoranalyse. Zur Messung der evozierten Potenziale (AEP, SEP, VEP) gehört auch die Magnetstimulation.
  • Die Elektroenzephalographie umfasst eine Video-EEG-Aufzeichnung und ggf. Zusatzelektroden und sowie Langzeit-Ableitungen.
  • Die Gefäß-Ultraschalldiagnostik erlaubt gegebenenfalls eine Embolie-Detektion und Messungen der Reservekapazität. Der Nervenultraschall zur Darstellung peripherer Nerven erfolgt mit einer modernen 18-Hertz-Sonde.
  • Im Infusionsbereich werden alle üblichen intravenösen Therapien zur Behandlung der Multiplen Sklerose wie auch die in der Neurologie üblichen Chemotherapie-Medikamente verabreicht.